VVA Ideenraum

Video-Online-Beratung

Ideen besprechen. Beraten lassen. Ohne Fahrzeit.

Online-Beratung

Willkommen im Ideenraum

Der VVA-Ideenraum – ein Ort der Inspiration, Kreativität, der Begegnung und des interdisziplinären Austauschs.

In der heutigen Zeit, in der durch verschiedenste Kanäle immer diversifizierter und komplexer kommuniziert wird, kommt der eigentlichen Idee als Basis aller Kommunikations-Maßnahmen ein immer größerer Stellenwert zu. Wie errege ich mehr Aufmerksamkeit beim Konsumenten? Wie suggeriere ich das geeignete Bild meines Unternehmens? Welche technischen Möglichkeiten und Medien gibt es dazu?

So soll unser Ideenraum anregen, Freiraum zum Querdenken bieten und Gedanken in neue Bahnen lenken – auch jenseits von bedrucktem Papier.

In Dornbirn im ersten Stock situiert, dürfen wir Sie hier auf der virtuellen Ebene im Ideenraum der VVA begrüßen.

 

2018-12-04

LE-UV Technologie – Druckergebniswunder oder Umweltteufel?

Immer öfters werden wir gefragt, ob es wahr ist, dass mit der LE-UV Technologie gedruckte Produkte nicht recycelt werden können? Und jedes Mal haben wir darauf dieselbe Antwort: Nein! Ja, es stimmt, dass sich die Farbe stärker mit dem Substrat verbindet und der sogenannte Deinking-Prozess deshalb aufwändiger ist. Dass dies allerdings auch beim Einsatz von herkömmlichen Dispersionslacken der Fall ist, wird von LE-UV-Gegnern oftmals verschwiegen.

Man muss sich dabei vor allem im Klaren sein, dass genau diese starke Verbindung mit dem Trägermaterial einer der Vorteile der LE-UV Technologie darstellt und deshalb oft erwünscht ist – denn durch eine starke Vernetzung wird mechanischer Abrieb verhindert.

Außerdem ist das Phänomen von leichter und schwerer deinkbaren Farben nichts Neues. Auch andere Druckfarben führen beim Deinking durchaus zu einem bestimmten Mehraufwand. So gehören dazu die Mehrzahl der momentan eingesetzten kommerziellen Inkjet-Tinten (z.B. herkömmliche Kopiergeräte) oder auch Flüssigtoner (z.B. HP Indigo). Aufgrund des wachsenden Einsatzes solcher Farbsysteme ist auch klar, dass sich in der Weiterentwicklung des Deinking-Prozesses einiges tun muss.

Ein anderer, zugegebenermaßen nicht sehr wissenschaftlicher Gradmesser, warum dies momentan noch zu wenig geschieht, ist die wirtschaftliche Eigendynamik. Würde LE-UV-, Flüssigtoner- oder Inkjet-bedruckter Papierabfall unüberbrückbare Probleme bereiten, wäre die mächtige Papier-Lobby schon lange dagegen vorgegangen. Jedoch ist momentan deren wirtschaftlicher Leidensdruck, wie es scheint, zu gering. Zu klein ist der LE-UV bedruckte Anteil des Papiers, das wieder in den Recyclingprozess gerät. Wie es ein deutscher Experte deshalb passend beschreibt: „Wenn man sich einen 100m-Sprint vorstellt, sind wir momentan, was die Deinking-Entwicklung betrifft, auf den ersten 5 Metern.“

Falsch ist jedenfalls, dass dieser Papierabfall nicht weiterverwertet werden kann. Aufgrund der schweren Deinkbarkeit ist er vielleicht für grafische Recyclingpapier nicht geeignet, allerdings können problemlos andere Recyclingprodukte wie Graupappe oder Wellpappe hergestellt werden.

Mittlerweile werden wir auch mit Aussagen konfrontiert, dass UV-Farben „hochgiftig“ seien. Hierbei handelt es sich um absolute Fake News, die momentan scheinbar in aller Welt zum guten Ton gehören. Tatsache ist, dass UV-Farben schon seit Jahrzenten vor allem im Verpackungsdruck für Lebensmittel eingesetzt werden und im trockenen Zustand absolut unbedenklich sind. Unnötig zu erwähnen, dass die EU keinesfalls Farben zulassen würde, die tatsächlich ein Gesundheitsrisiko darstellen.

Schlussendlich ist es jedem selbst überlassen, was einem für das jeweilige Projekt wichtiger ist – perfekte Optik oder möglichst gute Wiederverwertung. Eines ist jedenfalls klar: LE-UV Produkte sind kein Sondermüll, nicht giftig und werden tagtäglich recycelt.

 

Natürlich würden alle wieteren Erläuterungen den Rahmen dieses Eintrags sprengen. Wir sind jederzeit gerne bereit alle Fragen zu diesem Thema zu beantworten. Natürlich ist es auch möglich herkömmliche Druckprodukte mit der VVA umzusetzen, die auf Wunsch zusätzlich klimaneutral produziert werden können.

Mehr lesen ...
Weniger ...

2017-06-12

The IKEA BookBook

Mehr lesen ...
Weniger ...

2017-05-01

Warum Bücher Online schlagen

Keine allzu aktuelle Nachricht aber trotzdem wert darüber zu berichten. Apple, das wertvollste Unternehmen der Welt und Vorreiter der modernen Digitalität, setzt auf Analoges. So brachte der Global Player aus dem Silicon Valley als Erstlingswerk einen ausgesprochen aufwändigen Bildband auf den Markt, der die Entwicklung der so charakteristischen Apple-Produkte über die Jahrzehnte revue passieren lässt.

Das Buch enthält 450 hochklassige Fotografien von Andrew Zuckerman und kostet 299 $. Was sich nach sehr viel Geld anhört, relativiert sich einigermaßen, wenn man sieht wie einzigartig das Buch gestaltet und produziert wurde. Nach einer Entwicklungszeit von über acht Jahren wurde auf einem extra entwickelten, besonders gemahlenen Papier gedruckt. Die Seiten wurden mit Silber veredelt und sogar bei der Tinte griff man auf ein Produkt zurück, das nach achtfacher Farbseparation auch noch mögliches Schablonieren verhindert.

Apple als Inbegriff der Digitalität hat es verstanden, dass es nicht nur Schwarz oder Weiß gibt, sondern sehr wohl Schwarz und Weiß positive Charakteristiken abzugewinnen sind, um eine gewisse Aufmerksamkeit zu erhaschen.

Auf der anderen Seite kann man natürlich auch sagen, dass dies nichts Neues und nicht weiters verwunderlich ist, setzt Apple doch seit jeher auf Haptik und reell begreifbare Ästhetik, wenn es um das Produktdesign ihrer eigenen elektronischen Produkte geht. Diese Liebe zum Schönen, real begreifbaren Design machte Apple zu DEM Lifestyle Konzern der jüngeren Vergangenheit. Dass jedoch genau diese Erstarkung des Designs im gesellschaftlichen Sinne auch ohne die Kombination mit der Digitalität dazu führen kann, dass totgesagte Dinge wie Bücher, Vinyl-Schallplatten, analoge Fotografie und Brettspiele eine Renaissance erleben, ist schon einzigartig.

Die Frage, die sich dabei aufdrängt, ist die Digitalität wirklich als Feind des Analogen zu sehen? Denn, dass sich der Mensch im hektischen digitalen Alltag als Kontrast wieder nach Entschleunigung und realen sammelbaren Dingen sehnt, spricht dafür, dass die Beziehung eher als wirtschaftlich gesunder Wettbewerb zu sehen ist, der beide Strömungen zu neuerlichen Höchstleistungen anspornt. Das Ergebnis daraus sollten unter anderem speziellere, schönere, emotionsgeladenere Druckprodukte sein, die dadurch eine starke Aufwertung erleben und somit ein ernstzunehmendes Medium in der Kommunikation bleiben.

 

Bilder: Apple


Mehr lesen ...
Weniger ...